Zeltplätze
Ich genieße mein kleines Zelt. Fast jeden Abend muss ich mir also einen Zeltplatz suchen. Man darf in Norwegen als Fußgänger in der freien Natur zelten. Aber dazu muss ich erst einmal einen passenden Zeltplatz finden: Zum Ersten muss er zur Etappe passen. Es hilft nichts, wenn nach 5 km ein wunderschöner Zeltplatz da ist. Zum Zweiten brauche ich Wasser. Im Rucksack trage ich nur einen Liter Wasser. Ich brauche also einen Bach oder einen See, um mich selbst und das Wanderhemd zu waschen. Außerdem brauche ich Wasser zum Kochen, für Kartoffelbrei und Kaffee. Schließlich brauche ich einen Platz, der groß genug und eben genug ist für mein Zelt. Das ist nicht so einfach, wie es klingt. In den norwegischen Bergen sind die ebenen Flächen in der Regel sumpfig. Meistens findet sich etwas, in wechselnder Qualität. Der bisher schönste Zeltplatz war vorgestern: Ich hatte einen Bergsee ganz für mich alleine, und der Platz für das Zelt war richtig eben und trocken. Die Aussicht war grandios und die Sonne schien - was will man mehr? Ein Traumplatz.

Zeltplatz gefunden!

10 Minuten später steht das Zelt und ist eingerichtet.

Ein immerhin mittelmäßiger Platz. Wasser ist da, und ich finde genug Platz für das Zelt. Nachdem ich eine Weile herumprobiert habe, habe ich auch den Platz gefunden, an dem ich keine Steine im Rücken habe.

Manchmal bin ich sogar auf Blumen gebettet.


